Beschreibung
KURSBESCHREIBUNG
In diesem Workshop beschäftigen wir uns in zwölf Terminen mit den Grundlagen des Entity-Relationship-Modells, des relationalen Datenmodells und der Datenbanksprache SQL jeweils mit illustrierenden Beispielen und Übungen. Es bestehen keine inhaltlichen Voraussetzungen.
Der Workshop wird in deutscher sowie englischer Sprache angeboten und ist ein Präsenzworkshop. Dabei bieten wir viel Raum für Individualisierung, gerne berücksichtigen wir Themenbereiche von beruflicher oder privater Bedeutung. Für eine interaktive Lernumgebung, in der sie mühelos neues Wissen erwerben und gleichzeitig Spass haben erachten wir zwei bis sechs Teilnehmer als ideal.
Für die Workshoptermine und die Hausübungen benötigen sie ein eigenes Notebook mit Administratorrechten und einem relationalen Datenbankmanagementsystem wie nachstehend angeführt:
- LibreOffice Base und SQLite sind kostenfrei, erfordern keine Vorkenntnisse und orientieren sich am SQL Standard
- MySQL, PostgreSQL und MariaDB erfordern Vorkenntnisse und verwenden herstellerspezifische SQL Dialekte
- Oracle AI Database 26ai, Free Edition ist kostenfrei, erfordert Vorkenntnisse und verwendet Oracle PL/SQL
Sehr gerne helfen wir ihnen in diesem Zusammenhang telefonisch oder per Email.
Last updated 23. August 2026
DER SOFTWARE-ENGINEERING PROZESS FÜR RELATIONALE DATENBANKEN
In diesem Workshop wollen wir den Schwerpunkt auf die Datenmodellierung und die Datenbanksprache SQL legen. Dazu verwenden wir eine minimalen Entwicklungsumgebung und vermeiden damit eine Belastung der Teilnehmenden durch Server-Installationen und technischen Konfigurationen wie IP-Adressen und Zugangsberechtigungen.
Das theoretische Fundament des relationalen Datenmodells sowie eine Einführung in die Datenbanksprache SQL entnehmen wir dem etablierten Lehrbuch von Chris Date, An Introduction to Database Systems, 2006, Pearson India, eighth edition.
Hinsichtlich der praktischen Beispiele orientieren wir uns an der Suppliers and Parts Datenbank des gleichnamigen Autors, der absoluten Königsklasse für den Einstieg in die relationale Datenmodellierung und SQL. Sie ist didaktisch unschlagbar, da sie extrem kompakt ist und dennoch alle Kernkonzepte relationaler Datenbanken - Relationen, Primärschlüssel und Fremdschlüssel - perfekt abbildet.
SQL STANDARD UND SQL DIALEKTE
SQL (Structured Query Language) ist eine Datenbanksprache für relationale Datenbanken. Die Normenorganisationen ANSI und ISO publizieren dazu regelmäßig entsprechende Standarddokumente unter den Bezeichnungen ANSI X3.135 und ISO/IEC 9075. Entwickelt werden die Standards von dafür akkreditierten Arbeitsgruppen.
Die Hersteller von relationalen Datenbanksystemen implementieren diese Standarddokumente jedoch nicht vollständig sondern entwickeln eigene SQL Dialekte. Dabei übernehmen sie nur einen Kernbereich der Standarddokumente und ergänzen diesen um herstellerspezifische Erweiterungen mit dem Ziel die Innovation und Konkurrenzfähigkeit der eigenen Produktlinie am Markt langfristig zu garantieren.
Beispiele für SQL-Dialekte mit eigenen Bezeichnungen sind PL/SQL von Oracle sowie Transact SQL von Sybase und Microsoft.
TERMINE
Dienstag 27. Oktober 2026, 18:00 - 22:00
Donnerstag 29. Oktober 2026, 18:00 - 22:00
Dienstag 03. November 2026, 18:00 - 22:00
Donnerstag 05. November 2026, 18:00 - 22:00
Dienstag 10. November 2026, 18:00 - 22:00
Donnerstag 12. November 2026, 18:00 - 22:00
Dienstag 17. November 2026, 18:00 - 22:00
Donnerstag 19. November 2026, 18:00 - 22:00
Dienstag 24. November 2026, 18:00 - 22:00
Donnerstag 26. November 2026, 18:00 - 22:00
Dienstag 01. Dezember 2026, 18:00 - 22:00
Donnerstag 03. Dezember 2026, 18:00 - 22:00
48 Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit entspricht 50 Minuten.
INHALTE
Termin 1 und 2 - Das Entity-Relationship-Modell - ERM
- Entwicklungsgeschichte
- Definition
- Die Begriffe Entity und Relationship
- Die Begriffe Attribut, Schlüsselattribut und Nichtschlüsselattribut
- Relationships zwischen den Entities: 1 zu 1, 1 zu N, N zu M - binär
- Relationships zwischen den Entities: 1 zu 1, 1 zu N, N zu M - rekursiv
- Erstellung eines ERM aufgrund einer konkreten Aufgabenstellung
- Illustrierende Beispiele
Termin 3 und 4 - Das relationale Datenmodell - RDBM
- Entwicklungsgeschichte
- Definition
- Struktur eines Datenbanksystems DBS – Datenbankmanagementsystem DBMS und Datenbanken DB
- Die wesentlichen Aufgaben eines DBMS
- Entwicklungsprozess einer relationalen Datenbank – Logischer Entwurf und physikalischer Entwurf
- Das Architekturmodell für Datenbanken nach ANSI-SPARC:
- Die externe Ebene, die konzeptionelle Ebene und die interne Ebene einer DB
- Logische Datenunabhängigkeit und physische Datenunabhängigkeit
- Die Begriffe Relationenschema und Relation
- Die Begriffe Primärschlüssel und Fremdschlüssel
- Zusammenhang zwischen einem ERM und dem entsprechenden relationalen Datenmodell
- Illustrierende Beispiele
Termin 5 und 6 - Das relationale Datenmodell - RDBM
- Erstellung eines relationalen Datenmodells aufgrund eines entsprechenden ERM
- Erstellung von rekursiven relationalen Datenmodellen
- Rekursive Datenmodelle zur Abbildung von hierarchischen Strukturen
- Rekursive Datenmodelle zur Abbildung von Netzwerkstrukturen
- Normalisierung eines relationalen Datenmodells zur Vermeidung von Redundanzen und Anomalien
- Die 1. Normalform
- Die 2. Normalform
- Die 3. Normalform
- Tradeoff – abwägen bei gegenläufigen Zielen - zwischen Normalisierung und Performance eines DBS
- Illustrierende Beispiele
Termin 7 und 8 - Ausgewählte Elemente der Datenbanksprache SQLEntwicklungsgeschichte
- Die Standardisierung von SQL duch ANSI und ISO
- Lernzugang - Der SQL-Standard und davon abgeleitete herstellerspezifische SQL-Dialekte
- Datentypen - Eigenschaften und typische Anwendungsbereiche
- Relationen und das CREATE -TABLE Statement
- SELECT Statement - Grundlegende Struktur und Ausführungsreihenfolge
- Verbund-Operationen oder Joins auf Relationen - Inner join und self join
- SELECT Statement mit GROUP BY Klausel und HAVING Klausel
- Illustrierende Beispiele
Termin 9 und 10 - Ausgewählte Elemente der Datenbanksprache SQL
- Temporäre Relationen - Definition, Eigenschaften und Anwendungsbereiche
- SUB-SELECT zur strukturierten Programmentwicklung - korrelierend und nicht korrelierend
- SUB-SELECT zusammen mit ALL, ANY, IN, EXISTS
- SUB-SELECT zur Formulierung von temporären Relationen
- Die Formulierung des ALL-Quantors in SQL
- Fallunterscheidung im SELECT Statement mit CASE
- Aggregatfunktionen SUM, COUNT, MIN, MAX, AVG sowie die Schlüsselwörter ALIAS, ALL, DISTINCT
- Boolesche Operationen NOT, OR, AND, XOR zusammen mit dem Schlüsselwort BETWEEN
- Mengenoperationen UNION, INTERSECT und EXCEPT sowie die Differenz und die symmetrische Differenz von Mengen
- Verbund-Operationen oder Joins auf Relationen - Left outer join, right outer join und full outer join
- Virtuelle Relationen und das CREATE VIEW Statement
- Abfragen auf rekursiven Datenmodellen
- Illustrierende Beispiele
Termine 11 und 12 - Wiederholung und repräsentative Übungsbeispiele
Wir werden die Inhalte der vorhergehenden Termine - insbesondere die Formulierung eines ERM aufgrund eines vorgegebenen Projektdokumentes - wiederholen. Anschließend werden wir unser Verständnis auf die nachstehenden Bereiche anwenden:
- Verbesserung der Performance durch Indexing und Table Clustering
- Übertragung von Informationen zwischen externen Datenträgern wie Festplatten und einer relationalen Datenbank
- Erstellung eines ERM aufgrund einer konkreten Aufgabenstellung
- Erstellung eines relationalen Datenmodells aufgrund des entsprechenden ERM
- Normalisierung eines relationalen Datenmodells
- Komplexe SELECT Statements mit GROUP BY, HAVING, SUB-SELECTS und temporären Relationen
- Erstellung von rekursiven Datenmodellen
- Formulierung von Abfragen auf rekursiven Datenmodellen
BIBLIOGRAPHIE
An Introduction to Database Systems, C.J.Date, A.Kannan, S.Swamynathan, 2006, Pearson India, eighth edition
Fundamentals of Database Systems, Elmasri, Navathe, 2017, Pearson India, seventh edition
Relational Database Design and Implementation, Harrington, 2016, Morgan Kaufmann, fourth edition
A Guide to the SQL Standard, Date, Darween, 1997, Addison-Wesley, fourth edition
Introduction to SQL - Mastering the Relational Database Language,van der Lans, 2007, Addison-Wesley, fourth edition
Voraussetzungen
Es bestehen keine inhaltlichen Voraussetzungen.
Lernziel
In diesem Workshop beschäftigen wir uns in zwölf Terminen mit den Grundlagen des Entity-Relationship-Modells, des relationalen Datenmodells und der Datenbanksprache SQL jeweils mit illustrierenden Beispielen und Übungen.
Lehrmethode
Präsenzworkshop. Interaktives und reflexives Lernen. Illustrative Beispiele und Hausübungen. Präsentationen der Teilnehmer.
Unterrichtssprache
Workshop und Unterlagen werden in Deutsch und Englisch angeboten.
Abschlüsse
Das entsprechende Abschlusszertifikat wird in Deutsch oder Englisch ausgestellt. Es inkludiert eine detaillierte Beschreibung der tatsächlichen Workshopinhalte und eine Anwesenheitsbestätigung zu den tatsächlich besuchten Workshopterminen.
ReferentIn
DI Josef STEPISNIK E josef.stepisnik@digital-innovation.at M 0664 850 43 77
TeilnehmerInnen
min.4, max.6
Preis
€ 620,00
Inklusive 20 % USt. Präsenzworkshop.
Ermäßigungen
Das AMS sowie die AK und der waff bieten unter www.weiterbildungsdatenbank.at/foerderprogramme Informationen zur Finanzierung ihrer Kurskosten. Diese können auch in ihrer Erklährung zur Arbeitnehmerveranlagung unter Kennzahl 722 geltend gemacht werden.
Ansprechperson
DI Josef STEPISNIK
Funktion
Fragen zu den Inhalten, Themenvorschläge, Terminvorschläge und Anmeldung
Veranstalter
Digital Innovations Solution GmbH
Marischkapromenade 3 / TOP 10
1210 Wien
Zusatzangebote